Persönlichkeitsentwicklung, Tipps & Anleitungen

Wie du deine Vision finden kannst

Die meiste Zeit in meinem bisherigen Leben hatte ich keine Ahnung, was ich eigentlich will. Ich habe planlos vor mich hin gelebt und bin vor allem den Dingen gefolgt, die dem Anschein nach von mir erwartet wurden oder dem, was andere in meinem Umfeld gemacht haben.

Als ich anfing, mich mit persönlicher Weiterentwicklung zu befassen, wurde mir klar, dass ich keine wirklichen Träume hatte – geschweige denn Ziele. Ich würde sogar behaupten, dass ich wenig Klarheit darüber besaß, wer ich war oder wer ich sein wollte.

In allen möglichen Büchern und Podcasts wurde darüber gesprochen, wie man seine Vision in die Tat umsetzen könne. Doch bei mir kam dabei lediglich das unangenehme Gefühl auf, generell „visionslos“ zu sein.

In den letzten zwölf Monaten habe ich mir sehr viele Gedanken über mich selbst und meine Träume gemacht und durfte dabei einiges lernen. Meine Tipps, wie auch du deine Vision finden kannst, möchte ich nun gerne an dich weitergeben. ♡

Warum eine Vision wichtig ist

Eine Vision ist wie der Norden auf deinem Kompass. Wenn du sie kennst, hast du etwas unheimlich Wertvolles, das vielen Menschen fehlt: Klarheit.

„Clarity is power.“ (Anthony Robbins)

Klarheit hat eine unglaubliche Kraft. Wenn du ein klares Bild vor Augen hast, kannst du deine Gedanken, Handlungen und deine Entscheidungen danach ausrichten. Du kannst dich bei jedem wichtigen Schritt fragen: Bringt mich das meiner Vision näher?

Natürlich gehört auch Mut dazu, bestimmte Entscheidungen umzusetzen. Ein eventuelles Jobangebot nicht annehmen und lieber die gesamte Zeit ins eigene Projekt stecken… Das Studium abbrechen, weil es sich im Herzen nicht gut anfühlt und dich deiner Lebensvision kein Stück näher bringt…

Wenn du deine Vision kennst, segelst du nicht mehr wie ein Fähnchen im Wind, sondern richtest deine Energie und deinen Fokus nach Norden auf deinem persönlichen Kompass aus.

Damit hast du den Großteil der Arbeit bereits hinter dir. Die Manifestation deiner Vision ist nur eine Frage der Zeit, sofern sie wirklich dem Wunsch deines Herzens entspricht und eine starke Intention dahinter ist.

„Was immer der menschliche Geist sich vorstellen und woran immer er glauben kann, das kann er auch vollbringen.” (Napoleon Hill)

Schritt Eins: Was will ich nicht?

Meiner Meinung nach ist es überhaupt nicht verwerflich, noch nicht direkt zu wissen, was man will. Mir hat es in erster Linie geholfen, zu erörtern, was ich vor allem NICHT will.

Dazu gehört zum Beispiel eine große Abhängigkeit im Beruf durch streng festgelegte Arbeitszeiten und auch, für ein Unternehmen angestellt zu sein, dessen Werte und Leidenschaft ich nicht teile.

Oft ergeben sich daraus dann schon von allein die Dinge, die man eigentlich will:

Ich möchte etwas machen, für das ich wirklich brenne. Etwas mit Sinn, das nicht nur mir selbst, sondern auch anderen einen Mehrwert bietet.

Ich möchte nicht nur etwas tun, das mir Geld aufs Konto bringt, sondern etwas, das mich inspiriert und mir Impulse schenkt, die mich mit Freude erfüllen. Zu guter Letzt ist es mein Wunsch, selbstständig zu sein und somit meine eigene Chefin.

Schritt Zwei: Wer bin ich? Die richtigen Fragen stellen  

Eine gute Frage erkennt man daran, dass ihre Antwort schwer zu finden ist. 

Gute Fragen sind der Schlüssel zu deiner Vision. Wenn du dir nicht die wirklich wesentlichen Fragen stellst, muss dein Gehirn sich auch keine Mühe machen, Antworten zu finden.

Als ich angefangen habe, mir regelmäßig gute Fragen zu stellen, fiel mir auf, dass man das eigentlich so gut wie nie macht. In den meisten Fällen bleiben unsere (Selbst)Gespräche doch eher oberflächlich. Oder wir bemühen uns, so viel wie möglich über andere Menschen und deren Leben zu erfahren, anstatt uns über uns selbst Gedanken zu machen.

Folgende Fragen können dich deiner Vision näherbringen:
  • Was würde ich machen, wenn ich unbegrenzt Geld zur Verfügung hätte?
  • Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Wenn ich wüsste, dass es auf jeden Fall klappt?
  • Wie sähe für mich ein perfekter Tag aus?
  • Was kann ich gut und was tue ich gerne?
  • Was geht mir leicht von der Hand?
  • Was könnte ich stundenlang machen?
  • Worüber rede ich gerne?
  • Warum bin ich hier, in diesem speziellen Moment? Wie bin ich hier gelandet?
  • Bin ich glücklich, da wo ich gerade bin? Was soll sich ändern? Wie möchte ich mich die meiste Zeit fühlen?

 

Erlaube dir, dich einmal nur mit dir selbst zu befassen.

Auch und gerade in unserer Vergangenheit liegen Schätze begraben, die für unsere Vision wichtig sein können:

  • Was habe ich erlebt, das mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin? Wie kann ich damit ein Geschenk für die Welt sein?
  • Welchen Nutzen können andere aus meinen Erfahrungen ziehen?

Schritt Drei: Was, wenn es leicht ist? 

Weil alle gerade über Visionen und den Sinn des Lebens sprechen, glauben wir manchmal, dass eine Vision etwas ganz Großes sein muss, eine riesige Aufgabe, die nur wenigen außergewöhnlichen Menschen vorbehalten ist. Wir glauben, dass es total schwierig und anstrengend ist, die eigene Vision zu finden.

Das Problem an dieser Denkweise ist, dass unsere Gedanken und Gefühle unsere Handlungen beeinflussen und somit zu unserer Realität werden. Sei dir deshalb einmal deiner inneren Haltung bewusst und fang dann an, sie Schritt für Schritt zu verändern.

Glaube daran, dass du deine Vision ganz leicht und mit Freude entdeckst. Mach dich auch von deiner Erwartung frei, dass sie etwas Riesiges, die-ganze-Welt-Veränderndes sein MUSS.

Das beste aller Leben bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Nicht alle möchten Millionär werden oder um die Welt reisen oder ein gefeierter Superstar sein.

Für manche besteht das beste aller Leben darin, ein kleines Café zu besitzen, den ganzen Tag leckeres Essen zuzubereiten und sich mit anderen Menschen auszutauschen.

Deine Vision darf alles sein.

Wenn du möchtest, wiederhole im Laufe des Tages immer wieder folgende Affirmation: „Meine Vision zeigt sich mir leicht und spielerisch.“

Schritt Vier: Visualisiere dein bestes Leben

Um eine Idee von unserer Vision zu bekommen, müssen wir wieder anfangen zu träumen. Erinnerst du dich noch, was du als Kind alles werden wolltest, sobald du einmal „groß“ bist? Irgendwann haben wir zu fantasieren aufgehört und uns auf andere Dinge konzentriert.

Nichts unterstützt uns jedoch besser beim Finden und Erreichen unserer Ziele als die Visualisierung.

Zu visualisieren setzt enorme Kräfte und Energien frei. Was du nicht sehen kannst, wirst du auch nicht erreichen.

„Was du nicht sehen kannst, wirst du auch nicht erreichen.“

Nimm dir deshalb einen Moment zur Tagträumerei und überlege frei heraus, was du dir unter deinem bestmöglichen Leben vorstellst. Wie fühlst du dich, wenn du dein bestes Leben lebst? Wo hältst du dich auf? Mit wem bist du zusammen? Wie sieht dein Alltag aus?

Stell dir alles vor, was du möchtest. Kein Traum ist zu groß.

Um die Visualisierung zur täglichen Gewohnheit zu machen, finde ich ein Vision Board sehr hilfreich. Das ist eine Collage aus Bildern und Affirmationen rund um die eigenen Träume. Es dient als Inspirations- und Motivationsquelle und soll durch das Gesetz der Anziehung die Verwirklichung deiner Vision bewirken.

Mein Vision Board hängt seit einigen Monaten neben meinem Schreibtisch und bereitet mir jedes Mal Freude, wenn ich es anschaue. 🙂

Ein schönes Gedankenspiel ist auch, dir deinen 80. Geburtstag vorzustellen und die Festreden, die an diesem Tag für dich gehalten werden. Was möchtest du deine Gäste über dich sagen hören? Nimm zum Beispiel deinen Partner, deine Kollegen oder deine Kinder.

– Zusammenfassung –

Schritt Eins: Was will ich nicht?
Schritt Zwei: Fragen stellen, die dich deiner Vision näherbringen
  • Was würde ich machen, wenn ich unbegrenzt Geld zur Verfügung hätte?
  • Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Wenn ich wüsste, dass es auf jeden Fall klappt?
  • Wie sähe für mich ein perfekter Tag aus?
  • Was kann ich gut und was tue ich gerne?
  • Was geht mir leicht von der Hand?
  • Was könnte ich stundenlang machen?
  • Worüber rede ich gerne?
  • Warum bin ich hier, in diesem speziellen Moment? Wie bin ich hier gelandet?
  • Bin ich glücklich, da wo ich gerade bin? Was soll sich ändern? Wie möchte ich mich die meiste Zeit fühlen?
  • Was habe ich erlebt, das mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin? Wie kann ich damit ein Geschenk für die Welt sein?
  • Welchen Nutzen können andere aus meinen Erfahrungen ziehen?
Schritt Drei: Eine neue innere Haltung einnehmen

Mach dich frei von dem Erwartungsdruck und glaube daran, dass du deine Vision ganz leicht und mit Freude entdeckst. Du darfst alles sein, was du möchtest.

Gerne kannst du zusätzlich die folgende Affirmation sprechen: „Meine Vision zeigt sich mir leicht und spielerisch.“

Schritt Vier: Visualisiere dein bestes Leben

Jeder Mensch ist auf seine Weise einzigartig und hat etwas Wertvolles beizutragen. Ich hoffe, dass ich dich mit diesem Beitrag wieder ein kleines bisschen inspirieren und dir eine Hilfestellung geben konnte, damit du deinen ganz eigenen Grund finden kannst, für den du auf diese Welt gekommen bist.

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als jemand, der sein Licht gefunden hat und dadurch auch für andere wegweisend ist.

Ich wünsche dir das Beste auf deinem Weg und freue mich, dich ein Stück dabei begleiten zu dürfen. 🙂

 

 

Deine Alica

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2 Kommentare

  • Mrs Crabs

    Das hast du wieder wundervoll in Worte gefasst. Ich glaube es ist unglaublich von Bedeutung, dass Menschen wie du andere auf ihre Möglichkeiten aufmerksam machen, sich so zu entwickeln dass sie sich glücklich fühlen! Ich habe immer wieder ein „wohliges“ Gefühl nach deinen Artikeln, es ist einfach schön erinnert zu werden, dass wir alle „Liebe & Licht“ sind. ❤️

    25. Februar 2020 at 14:48 Reply
    • Alica Preetz

      …und für mich ist es immer wieder ein umso wohligeres Gefühl, deine Kommentare zu lesen ❤️

      25. Februar 2020 at 15:31 Reply

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