Manchmal spürt man, dass ein bestimmtes Verhalten nicht länger zu einem passt. Dass es Zeit wird, etwas zu verändern. Solche Momente sind Gold wert, denn meist sind sie die Geburt einer neuen, „besseren“ Version von uns. Ich hatte in den letzten zwei Jahren einige solcher Momente, in denen ich neue Entscheidungen getroffen habe, für die ich heute ziemlich dankbar bin.

„Nothing changes if nothing changes.”

Wir können nichts Neues erreichen, wenn wir nichts Neues tun. Deshalb möchte ich dir heute fünf Dinge vorstellen, die ich in meinem Leben verändert habe, die daraufhin mein Leben verändert haben.

  1. Die Entscheidung, die Pille abzusetzen

Mit fünfzehn Jahren habe ich angefangen, die Pille zu nehmen. Seit Januar 2020 (8 Jahre später) lebe ich nun vollkommen „hormonfrei“ und kann bereits jetzt sagen, dass es die beste Entscheidung für mich und meinen Körper war. Ich fühlte mich ständig müde und antriebslos, meine Verdauung war heruntergefahren, ich hatte starke Stimmungsschwankungen und keine Lust auf irgendwas.

Nach dem Absetzen wurde meine Haut schlechter und ich begann, mehr zu schwitzen. Ich konnte richtig spüren, wie mein Körper damit zu kämpfen hatte, wieder ins (eigene) Gleichgewicht zu finden und die jahrelangen Fremdstoffe auszuscheiden. Dieser „Reinigungsprozess“ dauert noch immer an. Aber er ist es wert!

Für mich war das Absetzen der Pille eine Entscheidung aus Selbstachtung – mich, meinen Körper und meine Grenzen liebevoller zu würdigen. Du als Frau sollst dir etwas einwerfen, damit ein Mann kein Kondom benutzen muss? Irgendwann habe ich dieses Verhalten hinterfragt und beschlossen, dass ich nicht länger bereit dazu bin.

Seit ich meine Hautpflegeprodukte auf Naturkosmetik und regelmäßige Peelings umgestellt habe, wird auch mein Hautbild langsam besser. Yamswurzel-Kapseln helfen mir dabei, meinen natürlichen Hormonhaushalt während des Wiederaufbaus zu unterstützen.

Jetzt verhüte ich mit der Temperaturmethode. Allerdings ist meine Erfahrung damit noch zu frisch, sodass ich hier keine Empfehlung geben möchte. Wenn du auch den Wunsch hast, die hormonelle Verhütung aufzugeben, schau mal auf dem Blog Generation Pille vorbei.

  1. Die Entscheidung, meinen Körper mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen

Seit ich mich größtenteils pflanzenbasiert ernähre und auf die Qualität meiner Lebensmittel achte, fühle ich mich wohl und gesund in meinem Körper. Ich habe aufgehört, Kuhmilch zu trinken und mehrmals wöchentlich Fleisch zu essen und kaufe meine Lebensmittel im Bio-Supermarkt. Ich esse jeden Tag frisches Gemüse und Obst und achte darauf, mindestens drei Liter gefiltertes Wasser zu trinken.

Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Das bedeutet, wie du mit deinem Körper umgehst, hat einen direkten Einfluss auf deinen Geist und umgekehrt. Wenn du ungesund isst und dich kaum bewegst, fühlst du dich auch mental unausgeglichen, faul und schlecht gelaunt.
Mein Fleischkonsum

Der Hauptgrund, weshalb ich kein Fleisch aus dem Supermarkt mehr esse, ist neben der Tierhaltung auch das Gefühl, welches ich nach dem Konsum oft hatte und lange nicht zuzuordnen wusste. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Gewebe Emotionen transportieren und speichern kann. Nutztiere erleben während der Zeit ihrer Haltung und des Schlachtprozesses Emotionen wie Panik und Todesangst. Ich persönlich glaube daran, dass die Energie, die sich im Fleisch der Tiere eingeprägt hat, auch meine Stimmung, mein Verhalten und mein Bewusstsein als Konsumentin beeinflusst. Das würde erklären, weshalb ich mich häufig emotional und energetisch schlecht gefühlt habe, nachdem ich Fleisch gegessen hatte. Meistens enthält es Energien von Gewalt, Angst und Hoffnungslosigkeit. Ich esse in seltenen Fällen noch Fleisch, achte dabei aber streng auf dessen Herkunft und Qualität (Bio).

Sieh deinen Körper als einen teuren Sportwagen. Ein Ferrari kann seine volle Leistung nicht bringen, wenn er Sand im Getriebe hat oder minderwertiges Benzin im Tank. Wieso solltest du also eine Hochleistungsmaschine wie deinen Körper die meiste Zeit mit schlechten Dingen befüllen?
  1. Die Entscheidung, kein Geld mehr „auszugeben“

Mein Konsumverhalten hat sich sehr verändert. Mittlerweile gebe ich kein Geld mehr aus, sondern investiere es – in meine Gesundheit, Bildung, persönliche Weiterentwicklung oder in mein körperliches und mentales Wohlbefinden. Ich kaufe keine unnötigen Dinge mehr aus Langeweile oder um ein inneres Loch zu füllen, sondern überlege, wofür ich meine Energie (Geld ist auch nur eine Form von Energie) sinnvoll einsetzen möchte.

Das bedeutet zum Beispiel, dass ich Geld in hochwertige Lebensmittel und pflanzliche Bio-Supplements investiere, weil ich weiß, dass sie mich und meinen Körper gesund halten. Nichts ist für mich wichtiger als Gesundheit.

Gerne investiere ich aber auch Geld in Onlinekurse, Bücher und Coachings, weil ich weiß, dass sie mein Wissen anreichern, mich schneller zu meinen Zielen bringen und mir Erkenntnisse verschaffen, die ich alleine vielleicht nicht gehabt hätte.

Seit ich effektiv spare und meine Energie anders einsetze, habe ich meine negativen Glaubenssätze über Geld in positive transformiert und somit den Grundstein gelegt, um Fülle und Freiheit energetisch anzuziehen.
Ich frage mich bei nahezu jedem Kauf, ob es ein Investment ist (z.B. in mich selbst, mein Business, meine Zukunft, meine Beziehungen etc.) oder eher eine Ausgabe, die keinen großartigen Wert in mein Leben oder in das von anderen bringt.
  1. Die Entscheidung, morgens nicht mehr auf’s Handy zu gucken und mir stattdessen eine Morgenroutine anzueignen

Hell yes! Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Meine Morgenroutine hat definitiv mein Leben verändert.

Früher war das Erste, was ich morgens gemacht habe, durch mein Instagram zu scrollen, Nachrichten zu beantworten und mir irgendwelche Memes reinzuziehen. Oft hat mich das bis zu einer halben Stunde Zeit gekostet, bevor ich tatsächlich aus dem Bett gestiegen bin. Es führte dazu, dass ich um kurz vor knapp aufstand, mich schnell unter die Dusche stellte, Klamotten überwarf und dann, oft ohne Frühstück, aus dem Haus gejettet bin. Hell nah…

Stattdessen nehme ich mir jetzt morgens mindestens eine Stunde nur für mich, ohne Handy und ohne Störfaktoren. Ich meditiere, journale, mache Sport oder stretche und visualisiere meine Träume. Mein Morgen ist mir heilig, weil ich hieraus den größten Teil meiner Energie ziehe.

Wenn wir direkt nach dem Aufwachen schon unser Handy und alle sozialen Netzwerke checken, geben wir der äußeren Welt die Macht, unseren Geist negativ zu beeinflussen. In einer Zeit wie unserer, in der wir ständig von Reizen überflutet werden, ist es mir sehr wichtig, mir mindestens einmal am Tag – morgens – Zeit für mich zu nehmen, um ihn achtsam und glücklich zu beginnen.

  1. Die Entscheidung, meine Ansprüche zu erhöhen und mich nicht einfach mit weniger zufrieden zu geben

Hast du dich auch schon mal gefragt, warum das Leben anderer oft so inspirierend, leidenschaftlich, erfolgreich und aufregend wirkt, während du in deinem Alltagstrott festhängst und irgendwie unzufrieden bist?

Wir versuchen es uns damit zu erklären, dass diese Menschen bessere Bedingungen haben als wir, mehr Zeit zur Verfügung und wahrscheinlich viele gute Kontakte…

Doch warum sollte ein besonders großartiges Leben für andere möglich sein, aber für mich nicht? Ich bin die Schöpferin meines Lebens. Mein Leben ist immer nur genau so breit wie ich es selber zulasse. Alles was ich mir in meinem Kopf vorstellen und in meinem Herz fühlen kann, kann ich auch in meine Realität holen.

Ich gebe mich nicht mehr ohne Weiteres mit weniger zufrieden, als mir zusteht. Das mag im ersten Moment überheblich klingen. Doch ich meine damit nicht, von welcher Firma meine Kleidung sein soll, sondern welche Qualität ich in meinen Beziehungen, meiner Gesundheit, meinen Gedanken und Handlungen haben will. Wenn ich zum Beispiel einen anderen Menschen sehe, der etwas hat oder tut, das ich auch gerne hätte, erkenne ich darin nur ein bislang unerfülltes Bedürfnis von mir. Ich kann dann selbst entscheiden, ob ich meine Energie dafür einsetzen möchte, das Gleiche zu bekommen oder nicht.

Sich zu vergleichen kann so sogar sehr inspirierend sein. Alles was dafür nötig ist, ist das richtige Mindset: ebenfalls alles erreichen zu können, sofern man es wirklich will – und sofern man ein starkes Warum dafür hat.

Was wir wollen wird möglich, wenn wir unsere Ansprüche erhöhen und uns trauen, mehr vom Leben zu erwarten, größer zu denken und größer zu träumen. Ein groß denkendes Mindset zu entwickeln, ist eine Entscheidung, die wir immer wieder treffen müssen.
Mach nicht deine Träume kleiner, damit sie zu deiner Realität passen. Sondern erweitere dein Mindset, das Vertrauen in dich Selbst und ins Universum und deine Handlungen, sodass sie zu deinen Träumen passen.

Das Wichtigste ist, zu wissen wofür du deine Ansprüche erhöhst, also deine Absicht dahinter zu kennen. Zum Beispiel: „Ich möchte eine bestimmte Summe Geld im Monat mehr verdienen, damit ich qualitativ hochwertige Bio-Produkte kaufen kann, um meinem Körper genau das zu geben, was er verdient: das Beste.“

Wenn du weißt, was du willst und es dem Universum klar und deutlich kommunizierst, wird es dir Türen öffnen.

Bildquelle: Etsy

Du siehst, alte Wege öffnen dir keine neuen Türen. Unser Leben wird sich nicht zum Positiven verändern, wenn wir nicht an bestimmten Stellen bereit sind, neue Entscheidungen zu treffen und neue Gewohnheiten zu entwickeln.

Schau dir dein Leben einmal an: Welches Verhalten musst du aufgeben, um dein Ziel zu erreichen, und was gewinnst du, wenn du dieses Verhalten aufgibst? Das ist der ökonomische Aspekt von Zielen. Jeder Gewinn bedeutet auch einen Verlust von etwas. Wenn du beispielsweise mehr Sport machen möchtest, um fitter und gesünder zu sein, bedeutet dies gleichzeitig auch den Verlust von Faulheit und Komfort. Erst wenn du dir darüber klar bist, kannst du reflektierte Entscheidungen treffen, hinter denen du auch wirklich stehst.

„Ziele sind realisierbare Träume.“

Den Anfang macht immer das Mindset: Befrei dich Stück für Stück aus deinem eigenen Denken, das dich begrenzt und klein hält. Trau dich einfach, größer zu träumen! Und wisse gleichzeitig, dass du deine Träume nicht hättest, wenn sie für dich nicht auch möglich wären.

Photos by Madita Talies | Smilodox

Ich wünsche dir das Beste auf deinem Weg und freue mich, dich ein Stück dabei begleiten zu dürfen. ♡

Deine Alica

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2 Kommentare

  1. Mrs. Crabs sagt:

    Ich liebe diesen Artikel! Einer der besten bisher! Voll mit interessanten Gedankenanstößen und Sichtweisen – besonders der Aspekt Geld als Energie zu betrachten und Gesundheit als höchstes Gut. Für deine nächste Quote fand ich besonders „ Mach nicht deine Träume kleiner, damit sie zu deiner Realität passen. Sondern erweitere dein Mindset, das Vertrauen in dich Selbst und ins Universum und deine Handlungen, sodass sie zu deinen Träumen passen.“ ON POINT.
    So stolz dich als beste Freundin und Schwester an meiner Seite zu ha en und Kontinuierlich neues von dir zu lernen, mit dir zu teilen und zu erleben! Deine Artikel sind immer eine große Bereicherung meines Wissensschatzes!

    1. Alica Preetz sagt:

      Danke, my Girl. Nichts als Liebe für dich ❤️

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