Spiritualität

Meine tägliche Morgenmeditation

Eine der für mich wichtigsten Voraussetzungen, um mit Freude und Leichtigkeit in meinen Tag zu starten, ist meine Morgenroutine.

In meinem letzten Beitrag habe ich über den ersten Teil meiner Morgenroutine, das Stretching berichtet. Nach dem Aufstehen stretche ich als Erstes, um angestaute Energie wieder ins Fließen zu bringen und meinen Körper einmal richtig zu strecken. Danach fühle ich mich wach und bereit für den zweiten, für mich unverzichtbaren Bestandteil meiner Morgenroutine: meine Morgenmeditation.

…Morgenmeditation?

Meine Morgenmeditation ermöglicht es mir, mit einem positiven und dankbaren Mindset in meinen Tag zu starten. Ich nehme mir ca. 10-20 Minuten Zeit, um zur Ruhe zu kommen, meine Gedanken und Gefühle zu ordnen, mich zu fokussieren und gleichzeitig gelassener zu werden, für alles was mir heute begegnen wird.

Morgens ist der Verstand noch weitestgehend ruhig und leer. In diesem Zustand kann man Wahrnehmungen noch ungefiltert spüren. Das Herz ist offen und schwingt klar und empfänglich. Es kann sehr spannend sein, zu sehen, was alles in uns hochkommt, wenn der Geist noch nicht vom Tagesgeschehen überreizt ist.

Morgens zu meditieren entspannt mich und schenkt mir mentale Kraft und Gleichgewicht. Es ist eines meiner Geheimnisse für eine erfüllte und ausgeglichene Lebensweise. 

Ablauf meiner Morgenmeditation

Meine Meditation beinhaltet immer drei feste Bestandteile: eine Tagesvisualisierung, eine Dankbarkeitspraxis und 2-3 Affirmationen.

1: Fokus auf den Atem.

Ich setze mich im Schneidersitz auf den Boden oder auf ein Kissen und lege meine Hände mit den Handflächen nach oben auf meinen Oberschenkeln ab.

Zu Beginn geht es erstmal nur um meinen Atem. Ich versuche an nichts zu denken und den Fokus auf meine Ein- und Ausatmung zu lenken: der sanfte Windzug um meine Nasenspitze, wenn Luft einströmt. Mein Bauch, der sich hebt und wieder senkt…

Nichts zu denken ist eine hohe Kunst. Wenn ich bemerke, dass ein Gedanke in meinem Kopf auftaucht (und das passiert immer) nehme ich ihn kurz wahr und versuche dann, ihn weiterziehen zu lassen und mich wieder auf meinen Atem zu konzentrieren. Manchmal klappt das gut, manchmal weniger gut. Und es dauert eben solange, wie es dauert. Ich versuche, mich dabei niemals zu stressen.

2: Visualisieren.

Wenn ich das Gefühl habe, im Moment angekommen zu sein, beginne ich damit, den bestmöglichen Tag zu visualisieren, den ich heute haben kann. Darin kommt natürlich alles vor, was ich heute machen und erledigen muss – aber die schönste Version davon, die ich mir vorstellen kann. Ich sehe,

  • wie mir die Menschen mit guter Laune und offenem Herzen begegnen
  • wie ich mit Leichtigkeit und Freude alle Probleme löse, die mir heute bevorstehen
  • wie ich den gesamten Tag voller Liebe und Dankbarkeit erlebe
  • wie sich unerwartete Möglichkeiten auftun und sich alles zu meiner Zufriedenheit entwickelt.

 

Ich denke mir während dieser Visualisierung keine Märchen aus, sondern spiele ganz einfach für alles, was mir heute bevorsteht die für mich beste Variante im Schnelldurchlauf vor meinem inneren Auge ab – vom Aufstehen bis zum ins Bett gehen. 🙂

Tipp: Wenn du magst, kannst du auch nur eine einzige Situation, die dir heute bevorsteht, visualisieren, anstatt deinen gesamten Tag.

Zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch, eine wichtige Unterhaltung mit einer dir nahestehenden Person oder was auch immer es sein könnte, das du heute gut meistern möchtest.

Oder vielleicht willst du auch etwas visualisieren, das noch weiter in der Zukunft liegt: deine Wunschkarriere, deine perfekte Beziehung, die Traumwohnung etc… Ich entscheide meistens spontan, was ich gerade brauche, um mich gut zu fühlen.

3: In das Gefühl von Dankbarkeit gehen.

Der zweite feste Bestandteil meiner Morgenmeditation ist eine kurze Dankbarkeitspraxis. Ich nehme mir 1-2 Minuten Zeit, um alles in meinem Kopf durchzugehen, für das ich dankbar bin. Meine Familie, meine Freunde, meine erfüllte Beziehung, meine Wohnung und mein Auto, die Natur, meine Gesundheit und die Gesundheit aller Menschen, die ich liebe, dass ich in einem Land aufgewachsen bin, in dem Frieden und Reichtum herrscht, undundund.

Ich versuche, dabei so richtig in das Gefühl von tiefer Dankbarkeit zu gehen und alles, für das ich dankbar sein darf, im Schnelldurchlauf vor mir zu sehen – die Liebe und das Glück zu spüren, das ich dafür empfinde.

In der Schwingung von Dankbarkeit zieht man noch mehr wundervolle Dinge in sein Leben.

Hier wirkt wieder das Gesetz der Anziehung. Das Gesetz der Anziehung (Englisch: „Law of attraction“) ist ein Grundprinzip des Universums. Es wirkt durch Gedanken und Gefühle. Was auch immer du dir vorstellst, egal ob bewusst oder unbewusst, ziehst du wie ein Magnet zu dir heran.

Worauf du dich innerlich fokussierst, das erlebst du äußerlich in deiner realen Welt.

Deshalb visualisiere ich jeden Morgen den für mich bestmöglichen Tag – weil ich weiß, dass die Chance groß ist, dass ich ihn damit automatisch anziehe.

 4: Affirmationen sprechen.

Zum Ende meiner Meditation wiederhole ich im Kopf 2-3 positive Affirmationen. Das hilft mir, meine Gedanken und meine innere Stimme so umzuprogrammieren, dass sie mich stärken und ich immer mehr lerne, einen liebevollen Dialog mit mir selber zu führen.

Zur Zeit lauten meine Lieblingsaffirmationen:

„Ich bin frei und unabhängig.“
„Ich erschaffe mir ein erfülltes und erfolgreiches Leben.“

und

„Anstatt Angst und Zweifeln wähle ich Vertrauen und Liebe.“

Meine Affirmationen können täglich variieren und ich entscheide meist aus dem Herzen heraus, welche aufbauenden Sätze ich heute wähle. Hier sind ein paar Ideen für kraftvolle Affirmationen für dich:

  • Ich gestalte mein Leben mit Freude und Leichtigkeit.
  • Ich lebe in gesunden und erfüllten Beziehungen.
  • Ich habe hohe Standards und verdiene das Beste.
  • Glücklich zu sein ist mein Geburtsrecht.
  • Ich bin Liebe.
  • Ich bin ein Glücksmagnet.
  • Ich verdiene Erfüllung, Reichtum und Freude.
  • Ich bin gesund.
  • Das Leben ist für mich. Alles geschieht zu meinem Besten.
  • Ich vertraue dem Weg, der für mich bestimmt ist.

Meine Morgenmeditation beende ich immer mit den Worten

„Lokah Samastah Sukhino Bhavantu – Mögen alle Menschen und Lebewesen auf dieser Welt glücklich und frei sein. Mögen all meine Worte und Taten zu diesem Glück und zu dieser Freiheit beitragen.“

Danach stelle ich mich kurz vor mein Vision Board und bedanke mich dafür, dass all meine Wünsche, Träume und Visionen in mein Leben kommen werden – so oder noch viel besser.

Warum eine Morgenroutine?

Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. All unsere (bewussten und unbewussten) Angewohnheiten, die wir jeden Tag tun, sind das, was zu einem riesigen Anteil unsere Lebensqualität und Gesamtstimmung ausmachen.
Zu viele Menschen wachen morgens auf, drücken zehnmal auf „Schlummern“ und quälen sich letztendlich genervt aus dem Bett, um sich dann unter Zeitdruck für die Arbeit fertigzumachen, ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen und letztendlich gestresst und unzufrieden im Büro anzukommen. Meistens zieht sich diese Unzufriedenheit dann durch den ganzen Tag und sie haben das Gefühl, nichts richtig unter Kontrolle zu haben.

Aber soviel ist sicher: DU allein bist verantwortlich für die Art und Weise, wie du morgens aufstehst – und deine daraus resultierende Stimmung und die Erlebnisse, die du damit haben wirst.

Seit ich meine Gewohnheiten, morgens auf eine bestimmte Art aufzustehen, verändert habe, bin ich gelassener, fitter, gesünder und glücklicher.

Das tolle Wörtchen Achtsamkeit

Buddha soll einmal gesagt haben: „Stellt Wächter vor die Tore eurer Sinne“.

Damit ist die Achtsamkeit gemeint, mit der wir äußere Einflüsse, die wir durch unsere Umwelt meist ungefiltert aufnehmen, bewusster wählen können. Alles was wir empfangen, hat eine unmittelbare Wirkung auf unsere Gefühle und unser Wohlergehen. Denn alles, was wir in unseren Verstand hineinlassen, macht etwas mit uns. Wenn wir uns dessen bewusst werden, können wir lernen, besser zu filtern und achtsamer mit äußeren Einflüssen umzugehen.

Ein erster Schritt um Achtsamkeit zu praktizieren, ist, sich immer wieder auf den Atem zu fokussieren. 

…Vielleicht hast du ja Lust, das mal auszuprobieren. 🙂

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Beitrag einen ersten Einblick in die wunderbare Welt der Meditation vermitteln konnte. So gerne möchte ich dich dazu inspirieren, dir auch deine ganz eigene Morgenroutine anzueignen, weil es wirklich einen Unterschied macht, ob du morgens gedankenlos aus dem Bett steigst, oder ob du mit einer bewussten Routine deinen Tag beginnst!

Vielleicht hast du auch schon eine eigene Morgenroutine für dich entwickelt? Dann lass es mich gerne wissen und schreib mir in die Kommentare, was du benötigst, um mit Freude in deinen Tag zu starten!

Ich wünsche dir das Beste auf deinem Weg und freue mich, dich ein Stück dabei begleiten zu dürfen. 🙂

Photos by Leon Roesler

 

 

Deine Alica

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6 Kommentare

  • Silke

    Klasse Alica! Ich bewundere Dich dafür! So klar und strukturiert in so jungen Jahren – da kann ich mir soviel mitnehmen. Das deine Morgenroutine funktioniert, spürt und sieht man an Dir: Diese unglaublich positive Energie, diese innere Stärke und Zufriedenheit!! Ich bin so glücklich und dankbar, dass Du in unser Leben getreten bist, liebste Alica.

    20. Juli 2019 at 14:54 Reply
  • Jan

    Ich meditiere selbst seit knapp 5 Jahren und ich finde den Beitrag super!
    Für Leute die sich mit dem Thema Meditation noch gar nicht befasst haben, wird es sicherlich ein toller Einstieg sein und ich konnte richtig deine positiven Energien beim Lesen spüren! 😊
    Ich finde es toll, dass sich immer mehr Leute diesem Thema öffnen, denn es ist wirklich „Life Changing“, wenn man es regelmäßig praktiziert. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Beitrag und weitere tolle Tipps von dir 😇 Mach weiter so! Die Welt braucht mehr von diesen positiven Vibes, die du durch deinen Blog vermittelst!!!

    23. Juli 2019 at 14:43 Reply
    • Alica Preetz

      Danke, lieber Jan!! 😍❤️🙌🏻 Das sehe ich auch so und ich freue mich total, dass du als so erfahrener „Meditierer“ mir zustimmst :)) The world needs more of it!

      13. Oktober 2019 at 17:27 Reply
  • Laura

    Liebe Alica,
    ich danke dir für diesen wundervollen Beitrag, der mir aufs neue mal wieder den Tag verschönert hat. Du schaffst es mit deinen Worten immer wieder mich zu berühren und mich zu motivieren, jeden Tag wertschätzender zu begegnen und vor allem zeigst du neue besondere Möglichkeiten auf die schönen Momenten des Lebens noch intensiver und bewusster wahrzunehmen. Danke, dass du deine Gedanken mit uns teilst! Ich freue mich auf mehr! Happy day ❤️

    24. Juli 2019 at 16:38 Reply
    • Alica Preetz

      Danke von Herzen für deinen so wunderbaren, liebevollen Kommentar ❤️ Es macht mich sehr glücklich das zu lesen 🙂

      13. Oktober 2019 at 17:26 Reply

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