Wer kennt ihn nicht, diesen Zustand, den wir Overthinking nennen? Ständig müssen wir alles analysieren und uns unschöne Szenarien ausmalen, die eventuell passieren könnten. Ein Beispiel meiner eigenen Gedanken aus der Vergangenheit: „Ich möchte so gerne einen Blog starten… Aber was wenn ihn niemand liest? Vielleicht macht man sich über mich lustig? Habe ich überhaupt das nötige Wissen dafür? Was werden meine Verwandten, Freunde, Nachbarn, Follower etc. dazu sagen?“

Hin und wieder Ängste und Zweifel zu haben ist vollkommen natürlich und menschlich.

Sie sollten aber nie so weit reichen, dass sie uns und unser Leben kontrollieren und uns in unseren Möglichkeiten zurückhalten. Wir können nicht in die Zukunft schauen und wir werden sowieso nie genau wissen, was passieren wird und ob wir mit dem, was wir tun, Erfolg haben werden oder wie unser Umfeld reagieren wird.

Worauf wir jedoch Einfluss nehmen können, sind unsere Gedanken. Sie erschaffen unsere Gefühle und diese bestimmen letztlich unsere Handlungen.

Deine Gedanken erschaffen deine Gefühle erschaffen deine Handlungen.

Negative Gefühle in positive zu verwandeln ist nichts, was du durch Nachdenken und Verstehen erreichen kannst.

Sie brauchen vor allem eins: Zuneigung und Anerkennung. Erst dann können sie sich verwandeln. Wenn du deinen negativen Gefühlen liebevoll Beachtung schenkst und sie nicht verdrängst, kommen sie ins Fließen und können dich vollständig loslassen, anstatt sich in deinem Körper festzusetzen.

Geh in das Gefühl!

An diesem Punkt scheitern die meisten. Während uns das Analysieren und Grübeln bestens gelingt, schaffen wir es nicht, in den tieferen Kontakt mit uns und unserem Innern zu treten.

Der beste Weg aus dem Gefühl heraus ist durch das Gefühl hindurch.

Überlege, was möchte dir dein Gefühl sagen? Gehe in dein Gefühl hinein – verdränge es nicht. Gefühle wollen beachtet werden. Wenn du dich mit ihnen auseinandersetzt, lassen sie dich los und verschwinden.

Negative Emotionen bieten eine tolle Gelegenheit, um zu erkennen, wo in dir noch etwas geheilt werden möchte.

Jedes negative Gefühl hat eine positive Absicht

Hast du deinem Gefühl liebevoll Beachtung geschenkt und vielleicht schon erkannt, woher es kommt?

Als nächstes kannst du es fragen, was es für eine positive Absicht für dich hat, aus welchem Grund es also zu dir gekommen ist. Jedes negative Gefühl wie zum Beispiel Angst, Scham oder Neid hat immer eine liebevolle Absicht für dich.

Meistens möchte es dich vor etwas beschützen. Vielleicht möchte es aber auch nur deine Aufmerksamkeit haben. Um dir zu zeigen, dass es etwas in dir gibt, das nur darauf wartet, von dir gesehen und gefühlt zu werden – damit es dich endlich loslassen kann.

Wir haben unsere Gefühle nicht ohne Grund. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass sie in dem Moment, in dem sie auftreten, ihre Daseinsberechtigung haben. Doch wir müssen lernen, zu unterscheiden. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass ein Gedanke, der dich innerlich stresst, nicht wahr ist. Spürst du ein gutes Gefühl bei einem Gedanken, dann ist dieser Gedanke wahrscheinlich wahr und richtig.

Wie schon gesagt: Wir erschaffen unsere Gefühle durch unsere Gedanken. Genau dafür kannst du dein Bewusstsein trainieren.

Entscheide dich bewusst gegen deine negative Emotion (nachdem du sie liebevoll beachtet hast) und wähle neu. Sag dir laut oder in Gedanken „Ich bin der Schöpfer meiner Realität und ich wähle, …“.

„Ich bin der Schöpfer meiner Realität und ich wähle Liebe, Freude und Dankbarkeit anstelle von Angst und Misstrauen.“

Es kann eine Weile dauern, bis du diese Praxis verinnerlichst. Doch ich möchte dir ans Herz legen, es ab heute einfach mal zu versuchen. Wenn du es erst einmal gelernt hast, wirst du sehr viel schneller wieder aus negativen Gefühlen aussteigen können und dich auf das fokussieren, was du eigentlich fühlen möchtest.

…Mehr, bitte!

Für den Fall, dass ein Gefühl einmal besonders tief sitzt und nicht verschwinden möchte, habe ich weitere Tipps für dich gesammelt, die du gerne zusätzlich ausprobieren kannst:

  • Schreib eine Dankbarkeitsliste mit 100 Dingen, für die du dankbar bist. Das kann alles sein, was dir einfällt (Familie, Freunde, Lehrer, dein Fahrrad, sauberes Trinkwasser, ein warmes Bett, dein neues Paar Schuhe, dein Herz, das jeden Tag für dich schlägt, Füße die dich tragen etc…) Trag diese Liste bei dir und schau sie dir immer wieder an, besonders dann, wenn ein negatives Gefühl aufkommt.
  • Lies ein inspirierendes Buch oder hör dir einen Podcast an, um dich zu entspannen und deine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung zu lenken. Vielleicht weißt du schon, dass Energie immer der Aufmerksamkeit folgt und alles, wo unsere Energie hinfließt, mehr wird. Das bedeutet, wenn du deinen Fokus auf Probleme und Sorgen richtest, lenkst du auch deine Energie dorthin und umso negativer werden deine Gefühle.
  • Verändere deine Körperhaltung. Hast du schon mal etwas von der Superhelden-Pose (inspired by Grey’s Anatomy) gehört? Es ist viel schwerer, schlecht gelaunt oder negativ drauf zu sein, wenn dein Körper dir etwas anderes „vorgaukelt“. FAKE IT TIL YOU MAKE IT ist hier das Motto! Stell dich aufrecht hin, stemme die Hände in die Hüften und blicke entschlossen nach vorne oder Richtung Himmel. Atme ein paar Mal tief in den Bauch ein und aus. Du wirst merken, dass es dir besser geht 🙂
  • Geh ins Vertrauen. Bedanke dich schon im Voraus bei Gott oder dem Universum (je nachdem, womit du dich wohler fühlst) dafür, dass er/sie/es dich zu einer Lösung für dein Problem führen wird. Leg deine Sorgen ab, indem du sie an eine höhere Kraft überreichst und vertraue darauf – in Dankbarkeit – dass dir geholfen wird.
  • Wenn nichts hilft, kann EFT (Emotional Freedom Technique) eine gute Lösung sein. Mit dieser Klopftechnik klopfst du deine negativen Emotionen an unterschiedlichen Punkten deines Körpers von dir ab und löst somit gestaute Energie, die sich in dir festgesetzt hat. EFT bringt gestaute Energien wieder zum Fließen. Für eine genaue Anleitung empfehle ich dir dieses Video von Laura Malina Seiler. (Mit Erklärung ab Minute 1:07 anschauen oder direkt losstarten ab Minute 3:22)

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Beitrag ein paar Ideen an die Hand geben konnte, mit denen du schneller wieder aus negativen Gefühlen aussteigen kannst. Sei geduldig mit dir und probiere es einfach mal aus.

Photo by DJ Johnson on Unsplash

Ich wünsche dir das Beste auf deinem Weg und freue mich, dich ein Stück dabei begleiten zu dürfen.

Deine Alica

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